Eddie, ein 7 Jahre alter Labradorretriever wurde wegen unrundem Gangbild und phasenweise auftretender Lahmheit des rechten Hinterbeines vorgestellt. 2 Jahre zuvor mussten Eddie am rechten Hinterbein die beiden äußeren Zehen wegen einer Knochenentzündung abgenommen werden. Mittlerweile konnte er das Bein gut belasten, war jedoch bei der Benutzung des Hinterbeines immer noch deutlich eingeschränkt. Bei der Untersuchung fiel sofort auf, dass sich das rechte Sprunggelenk weder beugen noch strecken ließ und die beiden darüberliegenden Gelenke (das Knie und die Hüfte) ebenfalls recht unbeweglich waren. Nach Behandlung dieser zwar schlecht beweglichen, aber an sich gesunden Gelenke verbesserte sich das Gangbild von Eddie erheblich. Beim Nach-Termin zeigte er wie zu erwarten eine Lahmheit am diagonalen linken Vorderbein. Hier waren aufgrund der Schonhaltung hinten rechts das Schultergelenk links und die unteren Bereiche der Halswirbelsäule sehr fest. Auch diese Einschränkungen konnten mit osteopathischen Techniken gelockert werden.
Fazit:
Natürlich liegt die Ursache für Eddies Einschränkung an der nicht mehr voll funktionsfähigen rechten Hinterpfote. Jedoch sind die anderen Gelenke des Hinterbeines (Sprunggelenk, Kniegelenk und Hüftgelenk) in der Lage einen Teil des Funktionsausfalles zu kompensieren - dies ist aber nur möglich, wenn sie gut beweglich sind und bleiben. In einem solchen Fall macht es Sinn alle paar Wochen oder Monate eine Behandlung durchzuführen.