Osteopathische

Anwendung beim Hund

Fragen zur osteopathischen Behandlung

  • WIE LÄUFT EINE OSTEOPATHISCHE BEHANDLUNG AB?

    Zuerst erheben wir eine ausführliche Anamnese über die Vorgeschichte und die bisher stattgefunden Behandlungen und Untersuchungen. Nach einer Allgemein- und Lahmheitsuntersuchung wird eine spezielle osteopathische Untersuchung durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse wird dann direkt die osteopahtische Behandlung durchgeführt. Sowohl die Untersuchung als auch die Behandlung erfolgen ausschliesslich mit den Händen.

  • WAS MUSS ICH IM ANSCHLUSS AN EINE OSTEOPATHISCHE BEHANDLUNG BEACHTEN?

    Die Tiere sollten direkt nach der Behandlung für ca 15 - 20 Minuten bewegt werden. Dadurch werden die gerade gelockerten Körperregionen bewegt. Je nach Behandlungsstelle und -methode sollten die Tiere in den ersten 3 Tagen nach der Behandlung nicht geschont aber kontrolliert bewegt werden, d.h. kein freies Spielen, kein Rennen, keine sportlichen Wettkämpfe.

  • TUT EINE OSTEOPATHISCHE BEHANDLUNG WEH?

    Nein, die Behandlung ist sehr angenehm.

  • KANN MAN OSTEOPATHIE MIT ANDEREN METHODEN KOMBINIEREN?

    Ja, die Osteopathie kann man mit nahezu allen anderen Methoden kombinieren. Einzig mit der Chiropraktik ist es nicht sinnvoll da hier ähnliche Strukturen behandelt werden.

  • MIT WIEVIELEN BEHANDLUNGEN MUSS ICH RECHNEN?

    Dies ist abhängig vom Grund der Behandlung. Bei akuten und unkomplizierten Befunden ist oft bereits eine Behandlung ausreichend, bei chronischen und langwierigeren Problemen sowie älteren Tieren sind regelmäßige Behandlungen mit unterschiedlichen Abständen notwendig. Jedoch sollte nach einer Behandlung immer eine deutliche wahrnehmbare Veränderung auftreten.

Osteopathie kann helfen bei:

  • Lahmheiten, für die keine erkennbare Ursache gefunden werden kann
  • Arthrosen
  • Rückenbeschwerden
  • Schmerzhafte Erkrankungen der Halswirbelsäule
  • Nach Unfällen wie Beißunfälle oder Autounfälle; diese führen oft zu einer Stauchung der Wirbelsäule
  • Bewegungsstörungen bei Welpen und Junghunden
  • Erhaltung der Beweglichkeit bei älteren Tieren
  • Chronische Harnwegsinfektionen
  • Inkontinenz
  • Chronische Magen-Darm Beschwerden, z.B. Verstopfung oder Durchfall
  • Insuffizienzen der inneren Organe wie Niere oder Leber
  • Unterstützend bei Verhaltenstherapieen

Zusätzlich bieten wir Ihnen eine einstündige Beratung von Besitzern junger Hunde an. Hier geben wir Ihnen Tipps für die gelenkschonende Bewegung Ihres Hundes während der Wachstumsphase im Alltag.

Bei der Osteopathie handelt es sich um eine ganzheitliche Therapiemethode,
die den gesamten Körper mit einschließt.

Frau Dr. Neff bei einer osteopatischen Anwendung

Das Ziel dieser Therapiemethode ist es, Spannungen im Körper aufzusuchen und diese mit den Händen zu lösen. Solche Spannungen können entweder direkt an einem erkrankten Körperabschnitt auftreten, z.B. ein Gelenk mit Arthrose, oder als Folge einer Erkrankung in einem anderen Körperbereich, zum Beispiel im Hals-Brustwirbelbereich bei Harninkontinenz. Da der gesamte Körper inklusive seiner Organe und Körperhöhlen mit bindegewebigen Häuten und Bändern durchzogen ist, setzen sich einmal entstandene Spannungen weiter fort und können zu chronischen Beschwerden führen, sofern sie nicht behoben werden

Die Tiere empfinden diese Behandlung durchweg als sehr angenehm. Oft schlafen die Tiere gegen Ende der Behandlung fast ein. Bei Pferden zeigt ein ausgeprägtes Gähnen die Entspannung an.

Bei Tieren mit Arthrose an den Gelenken oder der Wirbelsäule ist es sinnvoll, ca. alle 2 – 3 Monate eine osteopathische Behandlung durchführen zu lassen. Dadurch kommt es zu einer deutlich gesteigerten Lebensqualität der betroffenen Tiere.

Je nach erhobenem Befund können folgende Methoden zum Einsatz kommen:

  • Weichteiltechniken
  • Gelenksmobilisationstechniken
  • Impulstechniken (HVLA)
  • Craniosakrale Techniken
  • Energetische Techniken
Osteopathische Anwendung beim Hund und Pferd

Fallbericht Eddi, Labrador, 7 Jahre, Einsatz in der Jagd und Dummyarbeit

Wie Osteopathie helfen kann


Eddie, ein 7 Jahre alter Labradorretriever wurde wegen unrundem Gangbild und phasenweise auftretender Lahmheit des rechten Hinterbeines vorgestellt. 2 Jahre zuvor mussten Eddie am rechten Hinterbein die beiden äußeren Zehen wegen einer Knochenentzündung abgenommen werden. Mittlerweile konnte er das Bein gut belasten war jedoch bei der Benutzung des Hinterbeines immer noch deutlich eingeschränkt. Bei der Untersuchung fiel sofort auf, dass sich das rechte Sprunggelenk weder beugen noch strecken ließ und die beiden darüberliegenden Gelenke (das Knie und die Hüfte) ebenfalls recht unbeweglich waren. Nach Behandlung dieser zwar schlecht beweglichen aber an sich gesunden Gelenke verbesserte sich das Gangbild von Eddie erheblich. Beim Nach-Termin zeigte er wie zu erwarten eine Lahmheit am diagonalen linken Vorderbein. Hier waren aufgrund der Schonhaltung hinten rechts das Schultergelenk links und die unteren Bereiche der Halswirbelsäule sehr fest. Auch diese Einschränkungen konnten mit osteopathischen Techniken gelockert werden.

Fazit:

Natürlich liegt die Ursache für Eddies Einschränkung an der nicht mehr voll funktionsfähigen rechten Hinterpfote. Jedoch sind die anderen Gelenke des Hinterbeines (Sprunggelenk, Kniegelenk und Hüftgelenk) in der Lage einen Teil des Funktionsausfalles zu kompensieren - dies ist aber nur möglich wenn sie gut beweglich sind und bleiben. In einem solchen Fall macht es Sinn alle paar Wochen oder Monate eine Behandlung durchzuführen.

Wie Osteopathie helfen kann